Ausbildungszentrum für Assistenzhunde

Manchmal braucht man ein wenig Hilfe, um sich in der Welt zurechtzufinden und zu behaupten: Um diese Herausforderungen zu bestehen, stellen wir Ihnen einen Assistenzhund zur Seite – einen ALLTAGSHELDEN der Hundewelt SAM.

Unsere ALLTAGSHELDEN sind explizit auf die Bedürfnisse ihrer Besitzer ausgebildete und zertifizierte Hunde. Je nach Anforderungen begleiten sie ihre Menschen durchgängig in deren Alltag oder gezielt bei einzelnen Unternehmungen.

Ziel unserer ALLTAGSHELDEN ist es, ihre Menschen in der Teilhabe am Leben (wieder) zu unterstützten und ein unabhängigeres und selbstbestimmteres Leben führen zu können.

DEN Assistenzhund gibt es nicht! Jeder Hund wird von uns ganz individuell ausgebildet nach einem abgestimmten Konzept unter Einhaltung unserer Qualitätsstandards. Die Ausbildung dauert i.d.R. zwischen 9 Monaten und 2 Jahren, je nach Aufgaben und Alter des Hundes zu Beginn der Ausbildung.

Die ALLTAGSHELDEN der Hundewelt SAM

„Ich wünsche dir Bärenkräfte, damit du allen Herausforderungen des Lebens tapfer ins Auge blicken kannst. Volle Kraft voraus, zeig der Welt, was in dir steckt!“

Wen können unsere ALLTAGSHELDEN unterstützen?

Unsere ALLTAGSHELDEN können beispielsweise als Assistenten für folgende Personen eingesetzt werden:

  • Menschen mit körperlichem Handicap
  • Menschen mit sozio-emotionalen Einschränkungen
  • Menschen mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögens

Bei diagnostizierten Erkrankungen wie z.B.:

  • Multipler Sklerose
  • Muskeldystrophie
  • Plegie oder Parese in unterschiedlichen Ausprägungen
  • Autismus in seinen unterschiedlichen Ausprägungen
  • Persönlichkeitsstörungen, z.B. Boderline Störung
  • Posttraumatische Belastungsstörung/PTBS
  • Diabetes
  • Epilepsie
  • Dissoziation

Ein Assistenzhund kann Fähigkeiten seines Besitzers ersetzen (z.B. heruntergefallene Dinge aufheben), seinen Besitzer auf der sozialen bzw. emotionalen Ebene unterstützen und ihm dadurch Kraft, Mut, Sicherheit und Selbstvertrauen geben oder ihn vor unmittelbar bevorstehenden gesundheitlichen Ereignissen warnen.

Wie können unsere ALLTAGSHELDEN unterstützen?

Welche Hunde eignen sich zur Ausbildung zum ALLTAGSHELD?

Wir sind nicht festgelegt auf eine bestimmte Hunderasse, sondern arbeiten auch sehr gerne mit Mischlingen, die unseren Eignungstest bestanden haben. Sollte bereits ein eigener Hund vorhanden sein, so prüfen wir gerne mit dem Besitzer zusammen, ob wir ihn in die Ausbildung nehmen können. Ansonsten helfen wir selbstverständlich bei der Auswahl eines geeigneten Hundes.

Update zur unserer Zertifizierung als Ausbildungsstätte nach Assistenzhundeverordnung!

Nachdem wir von der einzigen zugelassenen (akkreditierten) Zertifizierungsstelle in Deutschland auf Herz und Nieren geprüft wurden, haben wir am 26.02.24 unsere Zulassung als „zertifizierte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde“ nach AHundV erhalten! Juhu! Die Zertifizierung beinhaltete folgende Assistenzhundarten in SELBSTAUSBILDUNG und FREMDAUSBILDUNG:

  • Assistenzhunde für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen (Mobilitätsassistenzhunde)
  • Assistenzhunde für Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen
  • Assistenzhunde für Menschen mit akustischen Wahrnehmungsbeeinträchtigungen (Signalassistenzhunde)
  • Assistenzhunde für Menschen mit stoffwechselbedingten Beeinträchtigungen (Warn- und Anzeigeassistenzhunde)

Doch leider hielt die Freude über die erfolgreiche Zertifizierung nicht lange an. Nur 3 Wochen später, am 20.03.24 erhielten wir von eben dieser Zertifizierungsstelle eine Email, dass sie ihre offizielle Akkreditierung zum 15.04.24 zurückgegeben hat und somit auch unser Zertifikat zu diesem Zeitpunkt seine Gültigkeit verliert!

Wir waren und sind immer noch fassungslos!

Mittlerweile hat sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales der Sache angenommen und teilt auf seiner Internetseite folgendes mit:

 Link zu den Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

„Da es derzeit keine Möglichkeit der Zertifizierung durch eine fachliche Stelle gibt, gilt:

Bis zur Zulassung durch eine neue fachliche Stelle oder andere Zulassungsregelungen können nicht zertifizierte Ausbildungsstätten weiter ausbilden. Wir bitten Sie, hierbei zu beachten, dass seit Inkrafttreten der AHundV jede Ausbildung, die ab dem 1. März 2023 begonnen wurde oder wird, nach den Ausbildungsinhalten von Anlage 4 der AHundV absolviert werden muss.“

Wir werden uns selbstverständlich weiter an die AHundV halten und hoffen, dass zeitnah eine Lösung für unser „nicht selbst verschuldetes ungültiges Zertifikat“ vom Bundesministerium gefunden wird!

Zertifikat Ausbildungsstätte für Assistenzhunde nach Assistenzhundeverordnung

FAQs 
Assistenzhund-Ausbildung:

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Welcher Hund eignet sich gemäß AHundV als Assistenzhund?

Nach der AHundV muss sich ein Hund sowohl generell als auch konkret-individuell als Assistenzhund eignen.

Die Ausbildungsstätte überprüft vor Beginn der Ausbildung die Eignung des Hundes. Nach erfolgreicher Ausbildung weist die Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaft in der Prüfung nochmals ihre Eignung nach.

Die generelle Eignung besteht, wenn der Hund gesund ist und bestimmte charakterliche Eigenschaften aufweist (hohe Kooperations- und Gehorsamsbereitschaft, hohe Toleranz bei Stress und Frustration). Der Hund darf weder als Wachhund ausgebildet sein noch in der Zucht eingesetzt werden.

Bei der konkret-individuellen Eignung werden die individuellen Umstände des Menschen mit Behinderung berücksichtigt.

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Muss ein Assistenzhund einer bestimmten Rasse angehören?

Nein. Die Eignung als Assistenzhund hängt nicht von der Hunderasse ab. Es kommt nur darauf an, dass der Hund gesund ist und bestimmte charakterliche Eigenschaften aufweist. Auch ein Hund aus dem Tierheim oder von einer Tierschutzorganisation kann grundsätzlich Assistenzhund werden, wenn er die entsprechende Eignung mitbringt.

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Kann der Hund in jedem Alter mit der Ausbildung beginnen?

Die Ausbildung beginnt frühestens, wenn der Hund 15 Monate alt ist. Eine Ausnahme von dieser Altersgrenze gilt nur für Warn- und Anzeigehunde. Bei diesen Hunden können bestimmte Reaktionen auf körperliche Veränderungen (z. B. Stoffwechselstörungen) bereits früher antrainiert werden.
Vor der Ausbildung erfolgt die Grunderziehung der Hunde. Diese beginnt bestenfalls im Welpenalter. Sie beinhaltet eine erste Schulung des Gehorsams und des Sozial- und Umweltverhaltens des Hundes.

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Was bedeutet Selbstausbildung bzw. Fremdausbildung?

Bei der Selbstausbildung bilden die Menschen mit Behinderungen sich und ihren Hund unter Begleitung durch eine Ausbildungsstätte selbst aus. Der Hund lebt bereits bei seinem Menschen, dem er später helfen soll.

Die Fremdausbildung umfasst die komplette Ausbildung nur durch die Ausbildungsstätte. Der Hund lebt für die Zeit der Ausbildung in der Ausbildungsstätte oder in einer Patenfamilie. Nach erfolgreicher Ausbildung findet eine Zusammenführung von Mensch mit Behinderung und Hund statt.

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Wie lange dauert eine Assistenzhundausbildung?

Die Ausbildung von Mensch und Hund muss mindestens 60 Zeitstunden umfassen. Diese Mindestanzahl von Stunden muss auf einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten verteilt werden. Ausnahmen der zeitlichen Mindestvorgabe regelt die AHundV.

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Kann eine Bezugsperson in die Ausbildung mit einbezogen werden?

Ja. Als Bezugspersonen gelten Personen, die in einem besonderen Näheverhältnis zu dem Menschen mit Behinderung stehen. Hierzu zählen unter anderem Angehörige sowie die mit der Assistenz, Pflege oder Betreuung betrauten Personen.

Eine Bezugsperson ist zum Beispiel dann in die Ausbildung einzubeziehen, wenn eine Unterstützung durch die Bezugsperson bei der Ausführung der Hilfeleistungen oder der Haltung des Assistenzhundes erforderlich ist. Das kann bei bestimmten Beeinträchtigungen oder wegen des Alters des Menschen mit Behinderungen der Fall sein. So zum Beispiel bei Notfallmaßnahmen, bei denen die Bezugsperson durch den Hund alarmiert werden muss.

Bei Menschen mit Behinderungen, die jünger als 16 Jahre sind, ist die Einbeziehung einer Bezugsperson zwingend.

Der Umfang der Einbeziehung richtet sich nach dem Bedarf des Menschen mit Behinderungen und dem des Hundes. Die Bezugsperson ist zumindest in die Vermittlung der theoretischen Kenntnisse über die Haltung eines Assistenzhundes in die Ausbildung miteinzubeziehen.

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Wer darf Prüfungen von Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaften abnehmen?

Prüfungen für Ausbildungen, die nach dem 1. Juli 2023 begonnen haben, müssen von akkreditierten Prüfern im Sinne der AHundV abgenommen werden.

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Was benötige ich, um meinen Hund als Assistenzhund gemäß AHundV anerkennen zu lassen?

Für die Anerkennung muss ein Antrag im Bundesland, in dem der Halter ansässig ist oder seinen Aufenthalt plant, gestellt werden. Der Antrag muss bestimmte Nachweise, Informationen und Unterlagen beinhalten.

Ich möchte mehr erfahren:

9 + 2 =

*Erforderliche Angaben!

Ob ein ALLTAGSHELD für Sie oder einen Angehörigen in Frage kommt, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch. Hierfür sprechen Sie uns bitte direkt an oder kontaktieren uns unter:

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